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Standortprofil

Standort Zypern: EU-Insel mit IP-Box und Non-Dom-Regime

Zypern gehört zu den meistdiskutierten EU-Standorten für steuereffiziente Unternehmensstrukturen. Die Kombination aus IP-Box-Regime, Non-Dom-Status und der 60-Tage-Regel macht die Insel besonders für technologiegetriebene Unternehmer interessant. Seit der CIT-Erhöhung auf 15 % im Januar 2026 hat sich die Ausgangslage verändert.

Faktenbasierte Einordnung · Seit 2013 auf Malta

Körperschaftsteuer
15 %
Seit 1. Januar 2026 (zuvor 12,5 %)
IP Box effektiv
~3 %
Auf qualifizierende IP-Erträge
Non-Dom Dauer
17 Jahre
Keine SDC auf Dividenden und Zinsen; Verlängerung gegen Pauschale möglich
EU-Mitglied
Seit 2004

Stand: Oktober 2026

Auf einen Blick

Zypern bietet mit 15 % Körperschaftsteuer, einem EU-konformen IP-Box-Regime (effektiv ca. 3 %) und dem Non-Dom-Status ein dreistufiges Steuermodell. Die 60-Tage-Regel ermöglicht steuerliche Ansässigkeit bei minimalem Aufenthalt. Seit der CIT-Erhöhung im Zuge der Steuerreform 2026 liegt der Standardsatz allerdings auf dem Niveau der globalen Mindeststeuer. Für Unternehmer ohne eigenes geistiges Eigentum ist der steuerliche Vorteil gegenüber anderen EU-Standorten kleiner geworden. Die größte Stärke Zyperns bleibt das IP-Box-Regime, das zu den attraktivsten in der EU zählt.

Eckdaten

Eckdaten im Überblick

Körperschaftsteuer
15 %
Seit 1. Januar 2026 (zuvor 12,5 %)
IP-Box-Regime
Effektiv ca. 3 %
80 % Freistellung auf qualifizierende IP-Erträge, Nexus-Ansatz erforderlich
Non-Dom-Regime
17 Jahre ohne SDC
Dividenden und Zinsen (GeSY 2,65 % fällt an); danach Verlängerung gegen 250.000 Euro je 5 Jahre möglich (max. 10 Jahre)
Steuerliche Ansässigkeit
60-Tage-Regel
Kumulativ: 60 Tage auf Zypern, max. 183 Tage in einem anderen einzelnen Staat, Geschäftstätigkeit und Wohnung auf Zypern
Einkommensteuer (PIT)
Progressiv bis 35 %
Seit 2026 steuerfrei bis 22.000 Euro, 35 % ab 72.000 Euro; 50 %-Befreiung für Zuzügler mit Gehalt über 55.000 Euro (17 Jahre)
DBA mit DACH
DE, AT, CH aktiv
Vollständiges DBA-Netzwerk mit über 65 Abkommen weltweit
Gesellschaftsgründung
5 bis 10 Arbeitstage
Oft vollständig remote möglich; Common-Law-Rechtstradition
EU-Mitglied
Seit 2004
Zugang zum EU-Binnenmarkt, Kapitalverkehrsfreiheit, EU-Passporting

Was Zypern als EU-Standort auszeichnet

Zypern hat sich über die vergangenen zwei Jahrzehnte als ernstzunehmender EU-Standort für internationale Unternehmer etabliert. Die Insel verbindet ein Common-Law-Rechtssystem in der englischen Tradition mit EU-Mitgliedschaft, einem breiten Netzwerk an Doppelbesteuerungsabkommen und einem Steuersystem, das auf Einfachheit setzt. Anders als viele EU-Länder arbeitet Zypern mit einem Flat-Rate-Ansatz bei der Körperschaftsteuer: 15 % auf den Gewinn, ohne komplexe Refund-Mechanismen oder Sondergenehmigungen.

Für technologiegetriebene Unternehmen ist das IP-Box-Regime der zentrale Anreiz. Erträge aus qualifizierendem geistigen Eigentum - Software, Patente, Gebrauchsmuster - werden mit effektiv ca. 3 % besteuert; Marken sind ausgeschlossen. Das ist einer der niedrigsten Sätze innerhalb der EU und folgt dem OECD-konformen Nexus-Ansatz: Die Vergünstigung gilt nur in dem Umfang, in dem das Unternehmen die Forschung und Entwicklung selbst trägt oder an nicht verbundene Dritte vergibt.

Das Non-Dom-Regime ergänzt das System auf der persönlichen Ebene: Steuerresidenten ohne zypriotisches Domizil zahlen keine Sonderverteidigungsabgabe (SDC) auf Dividenden und Zinsen. Der Status endet, sobald man in 17 der letzten 20 Jahre in Zypern ansässig war; seit 2026 lässt sich die SDC-Freiheit danach gegen eine Pauschale verlängern. Das macht Zypern besonders attraktiv für Unternehmer, die Einkünfte aus internationalen Beteiligungen beziehen.

Dazu kommt die geographische Lage am östlichen Mittelmeer, die Zypern zu einer Brücke zwischen Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika macht. Die englische Sprache ist im Geschäftsverkehr Standard, und die Gründung einer zypriotischen Gesellschaft dauert in der Regel 5 bis 10 Arbeitstage.

Antike Ruinen auf Zypern

Das zypriotische Steuersystem

Das zypriotische Steuersystem ruht auf drei Säulen, die in ihrer Kombination den Standortvorteil ausmachen: dem Körperschaftsteuersatz, dem IP-Box-Regime und dem Non-Dom-Status.

Die Körperschaftsteuer liegt seit dem 1. Januar 2026 bei 15 %. Zypern hat den Satz von zuvor 12,5 % im Zuge seiner Steuerreform angehoben und damit auf das Niveau der globalen Mindeststeuer (OECD Pillar Two) gebracht. Pillar Two selbst gilt rechtlich nur für Gruppen mit einem konsolidierten Jahresumsatz ab 750 Millionen Euro, unter dem die meisten DACH-Unternehmer liegen; der neue Regelsatz gilt dagegen für alle Gesellschaften. Das bedeutet: Der Standardsteuersatz ist solide, aber kein Alleinstellungsmerkmal mehr innerhalb der EU.

Das IP-Box-Regime ist die eigentliche steuerliche Stärke Zyperns. Qualifizierende Erträge aus geistigem Eigentum werden zu 80 % von der Besteuerung freigestellt, was bei einem Körperschaftsteuersatz von 15 % eine effektive Belastung von ca. 3 % ergibt (bis 2025, beim Satz von 12,5 %: ca. 2,5 %). Qualifizierend sind insbesondere Patente, urheberrechtlich geschützte Software, Gebrauchsmuster und bestimmte andere immaterielle Vermögenswerte; Marken und anderes Marketing-IP sind ausgeschlossen. Entscheidend ist der Nexus-Ansatz: Die Vergünstigung steht nur in dem Umfang zu, in dem der Steuerpflichtige die zugrunde liegende Forschung und Entwicklung selbst durchführt oder an nicht verbundene Dritte vergibt.

Der Non-Dom-Status befreit steuerliche Residenten von der Sonderverteidigungsabgabe (SDC) auf Dividenden und Zinsen. Er endet, sobald man in 17 der letzten 20 Jahre in Zypern steuerlich ansässig war. Seit 2026 lässt sich die SDC-Freiheit danach gegen eine Pauschale von 250.000 Euro je Fünfjahreszeitraum um bis zu zweimal fünf Jahre verlängern. Beiträge zum Gesundheitssystem GeSY von 2,65 % (bis 180.000 Euro Jahreseinkommen) fallen auf Dividenden und Zinsen auch für Non-Doms an. Lizenzgebühren erfasst der Non-Dom-Status nicht; sie unterliegen der regulären Einkommensteuer. In Kombination mit einer zypriotischen Holding, die Dividenden aus internationalen Beteiligungen empfängt, lässt sich so eine effiziente Struktur aufbauen.

Die persönliche Einkommensteuer folgt einem progressiven Tarif bis 35 %. Seit dem Steuerjahr 2026 bleiben die ersten 22.000 Euro steuerfrei (zuvor 19.500 Euro); darüber steigt der Satz in Stufen von 20 %, 25 % und 30 % bis auf 35 % für Einkommen über 72.000 Euro. Wer seine erste Anstellung auf Zypern antritt, mehr als 55.000 Euro im Jahr verdient und zuvor mindestens 15 Jahre in Folge nicht in Zypern ansässig war, kann 17 Jahre lang die Hälfte des Gehalts steuerfrei stellen - ein Anreiz für qualifizierte Fachkräfte.

Modernes Limassol Marina

Aufenthalt und Ansässigkeit

Zyperns steuerliche Ansässigkeitsregeln gehören zu den flexibelsten in der EU. Neben der klassischen 183-Tage-Regel existiert die sogenannte 60-Tage-Regel, die Zypern für Unternehmer besonders interessant macht, die nicht dauerhaft vor Ort leben möchten.

Die 60-Tage-Regel setzt voraus, dass der Steuerpflichtige (a) mindestens 60 Tage im Kalenderjahr auf Zypern verbringt, (b) in keinem anderen einzelnen Staat mehr als 183 Tage verbringt, (c) auf Zypern eine Geschäftstätigkeit ausübt, angestellt ist oder ein Organamt innehat und (d) eine eigene oder gemietete ständige Wohnung auf Zypern unterhält. Alle Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein. Seit 2026 schließt eine steuerliche Ansässigkeit in einem anderen Staat die Regel nicht mehr aus; eine Doppelansässigkeit wird dann nach dem DBA aufgelöst.

In der Praxis klingt die 60-Tage-Regel verlockend, wird aber zunehmend kritisch geprüft. Deutsche Finanzämter achten darauf, ob der tatsächliche Lebensmittelpunkt nach Zypern verlagert wurde. Ohne echte Substanz vor Ort - Wohnung, Familie, Freundeskreis, soziale Einbindung - besteht das Risiko, dass die unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland bestehen bleibt. Die 60-Tage-Regel ist ein zypriotisches Recht zur Begründung der Ansässigkeit, sie garantiert aber nicht automatisch die Befreiung von der deutschen Steuerpflicht.

Für EU-Bürger ist kein Visum erforderlich. Drittstaatsangehörige können über verschiedene Programme eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis erlangen, darunter das Cyprus Permanent Residency Programme (Investition in Immobilien ab ca. 300.000 Euro). Die zypriotische Aufenthaltserlaubnis berechtigt jedoch nicht zum Aufenthalt in anderen EU-Ländern - sie gilt nur für Zypern.

“Zypern ist ein starker EU-Standort, besonders für IP-getriebene Geschäftsmodelle. Aber die CIT-Erhöhung auf 15 % hat die Karten neu gemischt. Wer kein eigenes geistiges Eigentum mitbringt, findet auf Malta die steuerlich effizientere Struktur. Wir schauen uns die Zahlen im Erstgespräch gemeinsam an und ordnen ein, was für Ihre Situation wirklich passt.”

Dr. Jörg Werner

Gründer, Dr. Werner & Partners

Hafen von Paphos bei SonnenuntergangLandschaftskontrast Zypern und Malta

Praxis-Check: Alltag für DACH-Unternehmer

Zypern bietet einen angenehmen mediterranen Lebensstandard, und für Unternehmer aus dem DACH-Raum ist der Alltag grundsätzlich gut organisierbar. Die Amtssprachen sind Griechisch und Türkisch, doch Englisch ist im Geschäftsverkehr und im Alltag allgegenwärtig. Die meisten Behördenkontakte, Bankgespräche und Vertragsverhandlungen laufen auf Englisch. Eine deutschsprachige Infrastruktur im Sinne einer etablierten DACH-Berater-Community ist vorhanden, aber deutlich kleiner als auf Malta.

Die Immobiliensituation hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Limassol, die bevorzugte Stadt für internationale Unternehmer, hat einen Immobilienboom erlebt. Mietpreise für hochwertige Apartments liegen zwischen 1.500 und 3.000 Euro monatlich, Kaufpreise sind insbesondere in Küstennähe deutlich gestiegen. Paphos und Larnaca bieten günstigere Alternativen bei etwas weniger internationaler Infrastruktur.

Die Bankensituation verdient eine ehrliche Einordnung. Nach der Finanzkrise 2013, bei der Einlagen über 100.000 Euro bei der Laiki Bank und der Bank of Cyprus teilweise eingezogen wurden, hat sich der Sektor stabilisiert. Die verbliebenen Banken sind EU-reguliert und unterliegen der EZB-Aufsicht. Dennoch ist der Bankensektor kleiner und weniger international aufgestellt als der maltesische. Bei größeren Vermögen oder komplexen internationalen Strukturen berichten Unternehmer gelegentlich von längeren Prüfprozessen bei der Kontoeröffnung.

Die Gesundheitsversorgung läuft über das 2019 eingeführte GeSY-System (General Healthcare System), das allen Residenten Zugang zu öffentlicher und privater medizinischer Versorgung bietet. Die Qualität in den größeren Städten ist gut, für spezialisierte Behandlungen nutzen viele Expats private Kliniken oder reisen nach Israel oder Griechenland.

Die Infrastruktur ist solide: Zwei internationale Flughäfen (Larnaca und Paphos), stabile Internetverbindungen und ein angenehmes Klima mit über 300 Sonnentagen im Jahr. Die Insel ist mit Direktflügen aus den meisten DACH-Städten erreichbar, die Flugzeit beträgt ca. 3,5 bis 4 Stunden.

Olivenhain auf Zypern

Einordnung: Wie Malta sich unterscheidet

Als Kanzlei mit Sitz auf Malta ordnen wir die Unterschiede zwischen den beiden Standorten ehrlich ein. Beide sind EU-Mitglieder seit 2004, beide liegen im Mittelmeer, beide bieten niedrige Steuersätze. Doch die Systeme unterscheiden sich in ihrer Architektur grundlegend.

Die effektive Körperschaftsteuerbelastung ist der offensichtlichste Unterschied: Zypern besteuert mit 15 % (Flat Rate), Malta erreicht über das 6/7-Shareholder-Refund-System eine effektive Belastung von 5 %. Für Unternehmen ohne eigenes geistiges Eigentum - also die Mehrheit der Handels-, Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen - ist Malta steuerlich deutlich günstiger. Zyperns IP-Box-Regime (effektiv ca. 3 %) kann diesen Vorteil bei IP-getriebenen Geschäftsmodellen umkehren, setzt aber echte, selbst getragene Forschung und Entwicklung voraus. Malta hat mit der Patent Box ein eigenes, eng gefasstes Regime (effektiv bis auf 1,75 % KSt; Marken ausgeschlossen), deshalb lohnt bei IP-Modellen der Vergleich beider Regime.

Beim Non-Dom-Regime gibt es einen wichtigen zeitlichen Unterschied: Zyperns SDC-Befreiung auf Dividenden und Zinsen endet, sobald man in 17 der letzten 20 Jahre in Zypern ansässig war. Seit 2026 lässt sie sich gegen eine Pauschale von 250.000 Euro je fünf Jahre um bis zu zehn Jahre verlängern; danach fällt die SDC an. Malta bietet mit der Remittance Basis eine unbefristete Alternative: Non-Doms zahlen nur auf Einkommen, das nach Malta überwiesen wird, und auf in Malta entstandenes Einkommen. Ein zeitliches Limit gibt es nicht.

Maltas Refund-System ist branchenneutral und erfordert keine Einschränkung auf bestimmte Einkunftsarten. Ob Handel, Beratung, Technologie, Gaming oder Finanzdienstleistungen - die effektive 5 %-Belastung gilt universell. Zyperns niedrigste Sätze sind an das IP-Box-Regime gebunden und damit auf eine bestimmte Einkunftsart beschränkt.

Auf der persönlichen Ebene bietet Malta Zuzüglern das Residence Programme (EU-, EWR- und Schweizer Bürger) bzw. das Global Residence Programme (Drittstaatsangehörige): 15 % Pauschalsteuer auf ausländische Einkünfte, die nach Malta überwiesen werden, mindestens 15.000 Euro pro Jahr. In Malta erzielte Einkünfte werden regulär besteuert. Für ab 2027 beantragte Status steigt die Mindeststeuer auf 35.000 Euro. Für Unternehmer, die eine planbare persönliche Steuerbelastung suchen, kann das ein Vorteil gegenüber dem zypriotischen progressiven Tarif sein.

Wir sagen nicht, dass Malta in jedem Fall die bessere Wahl ist. Für IP-getriebene Unternehmen mit eigener Forschung und Entwicklung kann Zypern die steuerlich attraktivere Lösung sein. Für die Mehrheit der DACH-Unternehmer ohne eigenes IP bietet Malta jedoch die niedrigere effektive Belastung und die stabilere langfristige Struktur.

Barocke Steinarchitektur Malta

Die CIT-Erhöhung 2026: Was sie für DACH-Unternehmer bedeutet

Am 1. Januar 2026 hat Zypern seinen Körperschaftsteuersatz von 12,5 % auf 15 % angehoben. Die Anpassung ist Teil der zypriotischen Steuerreform 2026 und bringt den Satz auf das Niveau der globalen Mindeststeuer von 15 % (OECD Pillar Two). Diese gilt rechtlich nur für Gruppen mit einem konsolidierten Jahresumsatz ab 750 Millionen Euro.

Für die meisten DACH-Unternehmer liegt der Umsatz deutlich unter dieser Schwelle. Die Pillar-Two-Regeln sind für sie also nicht direkt relevant. Der neue Regelsatz von 15 % gilt dennoch für alle zypriotischen Gesellschaften.

Die praktische Auswirkung: Wer bisher mit 12,5 % Körperschaftsteuer auf Zypern kalkuliert hat, muss seine Strukturplanung aktualisieren. Der Unterschied von 2,5 Prozentpunkten kann bei höheren Gewinnen substanziell sein. Gleichzeitig hat sich der steuerliche Abstand zu Malta vergrößert: Maltas effektive 5 % (nach Refund) stehen nun 15 % in Zypern gegenüber - statt zuvor 12,5 %.

Für Unternehmer, die bereits auf Zypern ansässig sind, ändert sich außer dem höheren Steuersatz wenig. Das IP-Box-Regime bleibt unverändert, ergibt beim neuen Satz aber effektiv ca. 3 % statt 2,5 % auf qualifizierende Erträge. Der Non-Dom-Status bleibt bestehen und lässt sich seit 2026 nach Ablauf gegen eine Pauschale verlängern. Die 60-Tage-Regel wurde neu gefasst: Eine Ansässigkeit in einem anderen Staat schließt sie nicht mehr aus. Wer jedoch gerade abwägt, ob Zypern oder ein anderer EU-Standort besser passt, sollte die neue Belastung in die Gesamtrechnung einbeziehen.

Unser Prozess

  1. 01

    Kostenlose Standort-Analyse

    Im Erstgespräch analysieren wir Ihr Geschäftsmodell, Ihre Einkunftsstruktur und Ihre persönliche Situation. Wir ordnen ein, ob Malta oder ein anderer EU-Standort besser zu Ihren Zielen passt.

  2. 02

    Steuerliche Strukturierung

    Basierend auf der Analyse entwickeln wir die optimale Gesellschaftsstruktur: Holding, operative Gesellschaft, Refund-Planung und persönliche Steuerresidenz auf Malta.

  3. 03

    Firmengründung Malta

    Wir begleiten die vollständige Gründung Ihrer maltesischen Gesellschaft: Registrierung, Satzung, Director-Bestellung, Handelsregistereintragung und Gesellschaftervertrag.

  4. 04

    Bankkonto und Infrastruktur

    Kontoeröffnung bei einer maltesischen oder internationalen Bank, Einrichtung der Buchhaltung und Vorbereitung der laufenden Compliance-Anforderungen.

  5. 05

    Laufende Betreuung

    Jahresabschluss, Steuererklärungen, Refund-Anträge, Director-Pflichten und laufende Beratung bei regulatorischen Änderungen oder Strukturanpassungen.

Ihre Situation verdient eine individuelle Analyse.

In der kostenlosen Erstberatung prüfen wir, ob und wie Malta für Sie funktioniert.

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Ihr Ansprechpartner

Horst Wickinghoff

Horst Wickinghoff

Senior New Business Manager

  • Firmengründung
  • Steuerstrukturierung
Christine Ann Galea

Christine Ann Galea

Tax Transformation Leader

  • Steuerberatung
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Häufig gestellte Fragen

Transparenz ist uns wichtig. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema.

Wie hoch ist die Körperschaftsteuer auf Zypern seit 2026?

Seit dem 1. Januar 2026 liegt die zypriotische Körperschaftsteuer bei 15 %. Zypern hat den Satz von zuvor 12,5 % im Zuge seiner Steuerreform angehoben, auf das Niveau der globalen Mindeststeuer (OECD Pillar Two). Das IP-Box-Regime selbst blieb unverändert (80 % Freistellung); beim neuen Satz ergibt es effektiv ca. 3 % statt bisher ca. 2,5 %.

Was ist die 60-Tage-Regel und wie funktioniert sie?

Die 60-Tage-Regel erlaubt es, mit nur 60 Tagen Aufenthalt pro Jahr steuerlich auf Zypern ansässig zu werden. Voraussetzung ist, dass Sie höchstens 183 Tage in einem anderen einzelnen Staat verbringen, auf Zypern eine Geschäftstätigkeit, Anstellung oder ein Organamt haben und dort eine eigene oder gemietete ständige Wohnung unterhalten. Alle Bedingungen müssen gleichzeitig erfüllt sein. Seit 2026 schließt eine Ansässigkeit in einem anderen Staat die Regel nicht mehr aus. Wichtig: Die Regel begründet die zypriotische Ansässigkeit, befreit aber nicht automatisch von der deutschen Steuerpflicht.

Wie lange gilt der Non-Dom-Status auf Zypern?

Der Non-Dom-Status auf Zypern endet, sobald Sie in 17 der letzten 20 Jahre dort steuerlich ansässig waren. Bis dahin zahlen Sie keine Sonderverteidigungsabgabe (SDC) auf Dividenden und Zinsen; Lizenzgebühren sind davon nicht erfasst. GeSY-Beiträge von 2,65 % (bis 180.000 Euro Jahreseinkommen) zahlen Sie auch als Non-Dom. Seit 2026 lässt sich die SDC-Freiheit danach gegen eine Pauschale von 250.000 Euro je fünf Jahre um bis zu zehn Jahre verlängern. Maltas Remittance Basis bietet eine Befreiung ohne zeitliches Limit.

Für welche Unternehmen lohnt sich Zypern besonders?

Zypern ist besonders attraktiv für Unternehmen mit eigenem geistigen Eigentum - Software, Patente, Gebrauchsmuster -, die vom IP-Box-Regime profitieren können (effektiv ca. 3 %; Marken sind ausgeschlossen). Auch Unternehmer, die primär von Dividenden und Zinsen leben, profitieren vom Non-Dom-Status. Für Handels- und Dienstleistungsunternehmen ohne IP bietet Malta mit effektiv 5 % Körperschaftsteuer in der Regel die günstigere Struktur.

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Wir beraten ausschließlich zu Malta, kennen aber die Ausgangslage von Unternehmern, die zwischen Zypern und Malta abwägen. Im kostenfreien Erstgespräch analysieren wir Ihr Geschäftsmodell und ordnen ein, ob Malta für Ihre Situation passt. Wenn Zypern objektiv die bessere Wahl ist - etwa bei einem reinen IP-Modell - sagen wir das offen.

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Roderick Galea

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Partner

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