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Standortprofil

Standort Portugal: Was nach dem Ende des NHR bleibt

Das NHR-Regime ist seit Ende 2024 geschlossen. Der Nachfolger IFICI gilt nur für wenige Berufsgruppen. Was Portugal steuerlich noch bietet, wo echte Vorteile bleiben und warum viele DACH-Auswanderer heute anders planen.

Faktenbasierte Einordnung · Seit 2013 auf Malta

NHR-Regime
Beendet
Neuanträge seit Ende 2024 nicht mehr möglich
IFICI-Pauschale
20 %
Nur für definierte Tätigkeiten und Berufe
Körperschaftsteuer
19 %
Regelsatz 2026, Grenzsatz mit Zuschlägen bis 29,5 %
Krypto nach 365 Tagen
Steuerfrei
Veräußerungsgewinne nach einem Jahr Haltefrist

Stand: Oktober 2026

Auf einen Blick

Portugal war über ein Jahrzehnt der beliebteste Standort für DACH-Auswanderer mit steuerlichen Ambitionen. Das NHR-Regime mit seinem pauschalen Steuersatz von 20 % auf ausländische Einkünfte machte das Land für Freiberufler, Rentner und Investoren gleichermaßen attraktiv. Seit Ende 2024 ist dieses Programm geschlossen. Der Nachfolger IFICI gilt nur für bestimmte Tätigkeiten, etwa in der Forschung, in zertifizierten Startups oder in hochqualifizierten Berufen. Für diese Berufe verlangt er einen Hochschulabschluss mit Berufserfahrung. Unternehmer qualifizieren sich nur in bestimmten Konstellationen, etwa als Organmitglied eines zertifizierten Startups. Passive Investoren und Rentner profitieren nicht. Was bleibt, sind eine solide Lebensqualität, ein funktionierendes Visa-System und ein überraschend attraktives Krypto-Steuerregime. Die Standardsteuersätze liegen allerdings auf einem Niveau, das für steuerlich motivierte Standortwechsel wenig Spielraum lässt.

Eckdaten

Eckdaten im Überblick

Körperschaftsteuer (IRC)
19 %
Regelsatz 2026, Grenzsatz bis 29,5 % mit Derrama und Derrama Estadual
Einkommensteuer (IRS) Spitzensatz
48 %
Ab 86.634 EUR, mit Solidaritätszuschlag Grenzsatz bis 53 %
IFICI-Pauschale
20 %
Nur für definierte Tätigkeiten, etwa Forschung, zertifizierte Startups, hochqualifizierte Berufe
NHR-Status
Beendet
Neuanträge seit Ende 2024 geschlossen, Übergang bis März 2025
Krypto-Haltefrist steuerfrei
365 Tage
Veräußerungsgewinne nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei
Golden Visa Minimum
500.000 EUR
Nur noch über qualifizierte Investmentfonds, Immobilienweg eingeschränkt
DBA mit DACH
Aktiv
Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland, Österreich und der Schweiz
EU-Mitglied
Ja
Voller Zugang zum EU-Binnenmarkt seit 1986

Warum Portugal jahrelang DACH-Auswanderer angezogen hat

Portugal war für viele DACH-Auswanderer der naheliegendste Standort in Europa. Mildes Klima, niedrige Lebenshaltungskosten, eine wachsende Expat-Community an der Algarve und in Lissabon, dazu eine Zeitzone, die Zusammenarbeit mit Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz unkompliziert machte. Das allein hätte bereits für solides Interesse gesorgt.

Was Portugal aber zum meistdiskutierten Auswanderungsziel machte, war das NHR-Regime (Non-Habitual Resident). Seit 2009 konnten zugezogene Personen, die in den vorangegangenen fünf Jahren nicht in Portugal steuerlich ansässig waren, von einem pauschalen Einkommensteuersatz von 20 % auf bestimmte portugiesische Einkünfte profitieren. Ausländische Einkünfte wie Dividenden, Lizenzgebühren und Renten aus Nicht-Schwarze-Liste-Ländern blieben unter dem NHR teils vollständig steuerfrei oder wurden pauschal mit 10 % besteuert.

Für Rentner aus Deutschland war Portugal damit jahrelang steuerlich attraktiver als der Wohnsitz im Herkunftsland. Für Freiberufler mit internationalen Kunden, Investoren mit Beteiligungseinkünften und digitale Nomaden bot das NHR-Regime eine legale Möglichkeit, die Steuerlast erheblich zu senken. Kanzleien und Berater im DACH-Raum empfahlen Portugal routinemäßig als erste Wahl.

Im Oktober 2023 kündigte die portugiesische Regierung das Ende des NHR an. Neue Anträge waren bis März 2025 im Rahmen einer Übergangsfrist möglich. Seitdem ist das Programm geschlossen. Bestehende NHR-Inhaber behalten ihren Status bis zum Ablauf des individuellen Zehn-Jahres-Zeitraums, aber für Neuankömmlinge existiert das NHR nicht mehr.

Traditionelle Azulejo-Fliesen

Das Steuermodell nach dem NHR

Ohne NHR gelten in Portugal die regulären Steuersätze. Die Einkommensteuer (IRS) ist progressiv gestaffelt und reicht 2026 von 12,5 % bis 48 %. Der Spitzensatz greift ab 86.634 EUR zu versteuerndem Einkommen. Auf den Einkommensteil über 80.000 EUR kommt ein Solidaritätszuschlag von 2,5 % hinzu, über 250.000 EUR von 5 %. Der Grenzsteuersatz steigt damit auf bis zu 53 %. Für Unternehmer mit hohem Einkommen ist das ein relevanter Faktor.

Der reguläre Körperschaftsteuersatz (IRC) auf dem portugiesischen Festland liegt für Wirtschaftsjahre ab 2026 bei 19 % (2025: 20 %). Gesetzlich beschlossen ist eine weitere Senkung auf 18 % im Jahr 2027 und 17 % ab 2028. Kleine und mittlere Unternehmen sowie Small Mid Caps zahlen auf die ersten 50.000 EUR des zu versteuernden Gewinns 15 %. Hinzu kommen eine Gemeindeabgabe (Derrama) von bis zu 1,5 % und ein gestaffelter Staatszuschlag (Derrama Estadual) auf den Gewinnanteil über 1,5 Mio. EUR: 3 % bis 7,5 Mio. EUR, 5 % bis 35 Mio. EUR und 9 % darüber. Der Grenzsteuersatz auf sehr hohe Gewinne erreicht damit 2026 bis zu 29,5 %. Die durchschnittliche Belastung liegt darunter.

Kapitalerträge und Veräußerungsgewinne werden grundsätzlich mit 28 % besteuert. Steuerpflichtige können alternativ die Veranlagung zum progressiven Tarif wählen, was bei niedrigem Gesamteinkommen günstiger sein kann. Dividenden aus portugiesischen Gesellschaften unterliegen ebenfalls einer Quellensteuer von 28 %.

Eine bemerkenswerte Ausnahme bildet die Besteuerung von Kryptowährungen. Portugal besteuert Veräußerungsgewinne aus Krypto-Assets, die länger als 365 Tage gehalten wurden, nicht. Diese Regelung gilt seit dem Steuerreformgesetz von 2023 und ist im internationalen Vergleich ungewöhnlich großzügig. Für Krypto-Investoren mit langfristigem Anlagehorizont bleibt Portugal damit ein attraktiver Standort, auch ohne NHR.

Der NHR-Nachfolger IFICI (Incentivo Fiscal à Investigação Científica e Inovação) bietet einen pauschalen Steuersatz von 20 % auf qualifizierendes Einkommen. Allerdings ist der Kreis der Berechtigten eng gefasst. Das Programm knüpft nicht an Branchen an, sondern an bestimmte Funktionen und Einrichtungen, etwa Forschungspersonal, zertifizierte Startups, von AICEP oder IAPMEI als relevant anerkannte Unternehmen und eine Liste hochqualifizierter Berufe. Nur für diese Berufsliste ist ein Doktorgrad (EQF-Level 8) oder ein Hochschulabschluss (EQF-Level 6) mit drei Jahren Berufserfahrung Voraussetzung. Gesellschafter sind in dieser Eigenschaft ausgeschlossen, Renten fallen nicht unter den 20-%-Satz. Unternehmer qualifizieren sich nur in bestimmten Konstellationen, etwa als Organmitglied eines zertifizierten Startups.

Altstadt-Gasse in Lissabon

Aufenthalt und Visa

Als EU-Mitglied bietet Portugal Bürgern aus EU/EWR-Staaten freien Zugang zum Aufenthaltsrecht. DACH-Bürger können sich ohne Visum niederlassen und müssen lediglich eine Anmeldung bei der lokalen Gemeinde (Câmara Municipal) und beim Finanzamt (Autoridade Tributária) vornehmen. Die steuerliche Ansässigkeit beginnt in der Regel mit dem Aufenthalt von mehr als 183 Tagen pro Kalenderjahr.

Für Nicht-EU-Bürger stehen mehrere Visa-Kategorien zur Verfügung. Das D7-Visum (Passive Income Visa) richtet sich an Personen mit nachweisbarem passivem Einkommen und ist bei Rentnern und Remote-Arbeitern besonders beliebt. Es erfordert einen Nachweis regelmäßiger Einkünfte, eine Krankenversicherung und eine Wohnadresse in Portugal. Nach fünf Jahren Aufenthalt kann die permanente Aufenthaltsgenehmigung oder die portugiesische Staatsbürgerschaft beantragt werden.

Das Golden Visa-Programm existiert weiterhin, wurde aber 2023 erheblich eingeschränkt. Der klassische Weg über Immobilieninvestitionen ist in den meisten Regionen nicht mehr möglich. Was bleibt, ist die Fondsoption mit einer Mindestinvestition von 500.000 EUR in qualifizierte portugiesische Investmentfonds. Der administrative Aufwand ist gestiegen, und die Wartezeiten für die Bearbeitung haben sich verlängert.

Für Drittstaatsangehörige mit Unternehmergeist gibt es zusätzlich das Tech-Visa und das D2-Visum (Unternehmervisum). Beide erfordern einen konkreten Businessplan und den Nachweis, dass die geplante Tätigkeit einen Beitrag zur portugiesischen Wirtschaft leistet.

“Viele unserer Mandanten hatten Portugal als erste Wahl. Seit dem Ende des NHR kommen sie mit einer konkreten Frage: Gibt es eine EU-Alternative mit vergleichbarer Lebensqualität, aber aktiven Steuerprogrammen? Malta ist diese Alternative.”

Dr. Jörg Werner

Gründer, Dr. Werner & Partners

Traditioneller Innenhof in LissabonArchitekturkontrast Portugal und Malta

Praxis-Check: Alltag für DACH-Auswanderer

Die Lebenshaltungskosten in Portugal liegen deutlich unter dem DACH-Niveau. Lissabon und Porto haben in den letzten Jahren zwar spürbar angezogen, bleiben aber günstiger als München, Zürich oder Wien. An der Algarve und im Landesinneren sind Mieten, Lebensmittel und Dienstleistungen noch einmal merklich niedriger. Für Auswanderer, die nicht auf eine Großstadt angewiesen sind, ist die Kostenstruktur einer der stärksten Argumente für Portugal.

Die DACH-Expat-Community in Portugal ist groß und gut vernetzt. An der Algarve, in Lissabon und in Cascais haben sich über die Jahre Netzwerke, deutschsprachige Dienstleister und Informationskanäle etabliert. Wer den Anschluss sucht, findet ihn relativ schnell. Allerdings bewegt sich diese Community vorwiegend unter sich. Wer sich in die portugiesische Gesellschaft integrieren möchte, braucht Portugiesischkenntnisse.

Und genau hier liegt ein häufig unterschätzter Punkt: Die Amtssprache ist Portugiesisch. Behördengänge, Steuerangelegenheiten, Mietverträge und Bankkorrespondenz laufen auf Portugiesisch. In Lissabon sprechen viele jüngere Menschen Englisch, aber im Kontakt mit Finanzamt, Sozialversicherung und kommunalen Behörden sind Sprachkenntnisse oder ein lokaler Berater unverzichtbar. Das unterscheidet Portugal fundamental von Standorten wie Malta, wo Englisch offizielle Amtssprache ist.

Die portugiesische Bürokratie hat einen gemischten Ruf. Digitale Dienste wie das Portal das Finanças sind grundsätzlich funktional, aber langsam und teils nur auf Portugiesisch verfügbar. Die Bearbeitung von NIF-Anträgen (Steuernummer), Sozialversicherungsanmeldungen und Aufenthaltsgenehmigungen kann mehrere Wochen dauern. Flexibilität und Geduld sind gefragt.

Klimatisch ist Portugal kaum zu schlagen. Über 300 Sonnentage im Jahr, milde Winter, eine der längsten Küstenlinien Europas. Für Auswanderer, bei denen Lebensqualität neben steuerlichen Aspekten eine große Rolle spielt, bleibt Portugal ein erstklassiger Standort. Die Frage ist nur, ob die steuerliche Seite nach dem Ende des NHR noch zur Gesamtrechnung passt.

Torre de Belém Architekturdetail

Einordnung: Wie Malta sich unterscheidet

Portugal und Malta teilen einige Gemeinsamkeiten: Beide sind EU-Mitglieder, beide haben ein mildes Klima, beide sind bei DACH-Auswanderern beliebt. Aber steuerlich und strukturell stehen sie nach dem Ende des NHR an sehr unterschiedlichen Stellen.

Maltas Refund-System senkt die effektive Körperschaftsteuer auf 5 %. Dieses System ist seit Jahrzehnten etabliert, EU-konform, von der OECD anerkannt und wurde nie in Frage gestellt. In Portugal liegt die KSt seit 2026 bei 19 % regulär, der Grenzsatz mit Zuschlägen bei bis zu 29,5 %. Für Unternehmer mit operativem Geschäft ist das ein substantieller Unterschied.

Auf Ebene der natürlichen Personen bietet Malta Zuzüglern aus der EU, dem EWR und der Schweiz das Residence Programme (TRP), Drittstaatsangehörigen das Global Residence Programme (GRP). Beide besteuern Auslandseinkünfte, die nach Malta überwiesen werden, pauschal mit 15 %, bei einer Mindeststeuer von 15.000 EUR pro Jahr (für ab 2027 beantragte Status 35.000 EUR). Einkünfte aus Malta selbst werden mit 35 % besteuert. Im Gegensatz zum IFICI sind diese Programme nicht auf bestimmte Berufsgruppen oder Sektoren beschränkt. Sie stehen grundsätzlich Unternehmern, Investoren, Rentnern und digitalen Selbstständigen offen, die bestimmte Mindestanforderungen erfüllen.

Ein praktischer Vorteil, der oft übersehen wird: Englisch ist in Malta offizielle Amtssprache. Alle Behördenprozesse, Verträge, Bankgespräche und Steuererklärungen laufen auf Englisch. Das reduziert die Abhängigkeit von lokalen Übersetzern und Vermittlern erheblich und macht den Verwaltungsalltag für DACH-Auswanderer deutlich einfacher.

Die aktiven Doppelbesteuerungsabkommen Maltas mit Deutschland, Österreich und der Schweiz bieten klare Zuweisungsregeln und Schutz vor Doppelbesteuerung. Portugal hat ebenfalls DBAs mit allen DACH-Staaten, aber da die portugiesischen Standardsteuersätze höher liegen, fällt der praktische Vorteil geringer aus.

Das soll keine pauschale Wertung sein. Portugal ist in vielerlei Hinsicht ein hervorragender Lebensstandort. Wer niedrigere Lebenshaltungskosten sucht, das atlantische Klima bevorzugt und keine steuerliche Optimierung zum Hauptmotiv hat, kann in Portugal exzellent leben. Aber für Auswanderer, bei denen die Steuerstruktur ein zentraler Faktor ist, hat sich die Ausgangslage seit 2024 fundamental verändert.

Valletta Grand Harbour

IFICI im Detail: Für wen der NHR-Nachfolger funktioniert

Das IFICI-Regime (Incentivo Fiscal à Investigação Científica e Inovação) wurde 2024 als Nachfolger des NHR eingeführt. Der Name verrät bereits die Stoßrichtung: Es geht um Wissenschaft und Innovation, nicht um steuerliche Standortpolitik im breiten Sinne. Das Programm bietet einen pauschalen Einkommensteuersatz von 20 % auf qualifizierendes Einkommen für einen Zeitraum von zehn Jahren.

Die Zulassungskriterien sind eng definiert. Antragsteller müssen in den vorangegangenen fünf Steuerjahren nicht in Portugal steuerlich ansässig gewesen sein. Sie müssen eine begünstigte Tätigkeit ausüben. Das Gesetz knüpft dabei an Funktion und Art der Einrichtung an, nicht an Branchen: etwa Forschungspersonal, Arbeitsplätze und Organmitglieder in zertifizierten Startups, Tätigkeiten in von AICEP oder IAPMEI als relevant anerkannten Unternehmen oder Berufe aus einer Liste hochqualifizierter Berufe. Nur für diese Berufsliste gilt eine Qualifikationsanforderung: ein Doktorgrad (EQF-Level 8) oder ein Hochschulabschluss (EQF-Level 6) mit drei Jahren Berufserfahrung.

Was das in der Praxis bedeutet: Ein Softwareentwickler mit Informatikstudium und drei Jahren Berufserfahrung, der bei einem portugiesischen Tech-Unternehmen angestellt ist, kann vom IFICI profitieren. Ein Investor mit Beteiligungseinkünften, ein Rentner oder ein selbstständiger Pokerspieler kann es nicht. Ein Unternehmer mit eigener Holding-Gesellschaft profitiert nur in einer begünstigten Konstellation, etwa als Organmitglied eines zertifizierten Startups. Auch Freelancer und Remote Worker, deren Tätigkeit keiner der begünstigten Kategorien entspricht, fallen durch das Raster.

Für die DACH-Auswanderer, die das NHR populär gemacht haben, ist das IFICI damit weitgehend irrelevant. Es ist ein Fachkräfte-Anwerbungsprogramm, kein Nachfolger des NHR im funktionalen Sinne. Wer als Unternehmer, Investor oder digitaler Selbstständiger nach einer steuerlich attraktiven EU-Lösung sucht, muss heute andere Standorte in Betracht ziehen.

Unser Prozess

  1. 01

    Kostenlose Standort-Analyse

    Wir analysieren Ihre Ausgangslage, klären die steuerlichen Implikationen eines Wegzugs und ordnen ein, ob Malta für Ihr Profil die richtige Alternative zu Portugal ist.

  2. 02

    Steuerliche Strukturierung

    Gemeinsam entwerfen wir die optimale Gesellschaftsstruktur auf Malta: Holding, operative Gesellschaft, Refund-Setup. Abgestimmt auf Ihre individuelle Situation und Ihre Zielmärkte.

  3. 03

    Firmengründung Malta

    Wir begleiten den gesamten Gründungsprozess: Gesellschaftsvertrag, Registrierung, Steueranmeldung, Bankkontoeröffnung. Zeitrahmen: 6 bis 8 Wochen.

  4. 04

    Relocation und Aufenthaltstitel

    Organisation des Wohnsitzwechsels: Aufenthaltsgenehmigung, Anmeldung, Sozialversicherung, Wohnungssuche. Alles aus einer Hand.

  5. 05

    Laufende Betreuung

    Buchhaltung, Jahresabschlüsse, Steuererklärungen, Refund-Anträge. Wir bleiben Ihr Ansprechpartner für alle steuerlichen und rechtlichen Fragen auf Malta.

Ihre Situation verdient eine individuelle Analyse.

In der kostenlosen Erstberatung prüfen wir, ob und wie Malta für Sie funktioniert.

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Ihr Ansprechpartner

Horst Wickinghoff

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Senior New Business Manager

  • Firmengründung
  • Steuerstrukturierung
Christine Ann Galea

Christine Ann Galea

Tax Transformation Leader

  • Steuerberatung
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Häufig gestellte Fragen

Transparenz ist uns wichtig. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema.

Ist das NHR-Regime in Portugal noch verfügbar?

Nein. Das NHR-Regime wurde Ende 2024 für Neuanträge geschlossen. Die Übergangsfrist lief bis März 2025. Personen, die vor dem Stichtag einen gültigen NHR-Status erhalten haben, behalten diesen bis zum Ende ihres individuellen Zehn-Jahres-Zeitraums. Für alle anderen gilt das reguläre portugiesische Steuerrecht mit progressiven Sätzen bis 48 %.

Kann ich als Unternehmer vom IFICI-Regime profitieren?

In den meisten Fällen nicht. Gesellschafter sind in dieser Eigenschaft ausgeschlossen, und Renten fallen nicht unter den 20-%-Satz. Unternehmer können sich aber als Organmitglied qualifizieren, etwa in einem zertifizierten Startup, in einem von AICEP oder IAPMEI als relevant anerkannten Unternehmen oder im Rahmen einer vertraglichen Investitionsförderung. Einen Hochschulabschluss mit Berufserfahrung verlangt das IFICI nur für die Liste hochqualifizierter Berufe. Passive Investoren und Rentner profitieren nicht.

Stimmt es, dass Kryptowährungen in Portugal steuerfrei sind?

Teilweise. Veräußerungsgewinne aus Krypto-Assets, die länger als 365 Tage gehalten wurden, sind in Portugal steuerfrei. Kurzfristige Gewinne (Haltefrist unter einem Jahr) werden mit 28 % besteuert. Mining-Einkünfte und Staking-Rewards können als gewerbliche Einkünfte eingestuft werden und unterliegen dann dem progressiven Einkommensteuertarif.

Wie unterscheiden sich Maltas Residence-Programme vom portugiesischen IFICI?

Maltas Residence Programme (für EU-, EWR- und Schweizer Bürger) und das Global Residence Programme (für Drittstaatsangehörige) besteuern Auslandseinkünfte, die nach Malta überwiesen werden, pauschal mit 15 %. Die Mindeststeuer beträgt 15.000 EUR pro Jahr, für ab 2027 beantragte Status 35.000 EUR. Einkünfte aus Malta selbst werden mit 35 % besteuert. Eine Beschränkung auf bestimmte Berufe gibt es nicht. Das portugiesische IFICI gilt dagegen nur für bestimmte Tätigkeiten und Berufe. Für die meisten DACH-Auswandererprofile sind Maltas Programme deutlich breiter anwendbar.

Gibt es das Golden Visa in Portugal noch?

Ja, aber in eingeschränkter Form. Der klassische Immobilienweg wurde 2023 in den meisten Regionen geschlossen. Was bleibt, ist die Fondsoption mit einer Mindestinvestition von 500.000 EUR in qualifizierte portugiesische Investmentfonds. Die Bearbeitungszeiten haben sich verlängert, und die Anforderungen an die Fondswahl sind strenger geworden.

Nächster Schritt

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Roderick Galea

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Partner

Horst WickinghoffSusan MeierClaude Mifsud WismayerAndrew Fenech

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