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Steuerplanung

Stiftung, Trust oder Holding: Ihre Nachfolge passend gestalten

Stiftung, Trust und Holding organisieren Eigentum und Mitsprache unterschiedlich. Vergleichen Sie die Varianten danach, wer Ihre Beteiligungen halten, entscheiden und Leistungen erhalten soll.

Sie möchten Beteiligungen bündeln oder die Nachfolge Ihrer Familie ordnen. Dabei begegnen Ihnen schnell drei Begriffe: Stiftung, Trust und Holding. Sie können ähnliche Ziele verfolgen, organisieren Eigentum und Rechte aber unterschiedlich. Die Frage ist daher, wie Ihre Familie später mit dem Vermögen umgehen soll.

Eine registrierte Malta-Stiftung ist ein eigener Rechtsträger. Beim Trust hält der Trustee das Vermögen nach den Trustregeln. „Holding“ beschreibt dagegen die Funktion, Beteiligungen zu halten; eine Holding kann beispielsweise eine Gesellschaft sein. Diese Eigentumsordnung bildet die Grundlage für die Befugnisse und die steuerliche Planung.

Wer hält das Vermögen, wer entscheidet?

Frage Malta-Stiftung Trust Holdinggesellschaft
Wer hält das Vermögen? Die Stiftung als eigener Rechtsträger Der Trustee nach den Trustregeln Die Gesellschaft
Woher kommen die Rechte der Familie? Aus den Stiftungsregeln Aus den Trustregeln Aus Beteiligung und Gesellschaftsregeln
Wer handelt? Die zuständige Administration Der Trustee unter Berücksichtigung wirksamer weiterer Rechte Die zuständigen Gesellschaftsorgane
Welche Nachfolgefrage bleibt? Zweck und künftige Begünstigung Trustee-Aufgaben und Begünstigtenrechte Nachfolge der Holdinganteile

Hypothetisches Beispiel: Eine Familie möchte ihre Gesellschafterrechte weiterhin über privat gehaltene Anteile ausüben. Für sie kann eine Holding die Beteiligungen bündeln. Eine andere möchte das Eigentum langfristig an einen Zweck binden und die Familienleistungen nach festen Regeln organisieren. Hier können Stiftung oder Trust in Betracht kommen. Die gewünschte Rolle der Familie gibt die Richtung vor: Beteiligungen selbst steuern oder Eigentum und Versorgung langfristig an einen Zweck binden.

Die rechtlichen Ausgangspunkte erläutern der MBR-Stiftungsrahmen und der Trusts and Trustees Act. Die konkrete Urkunde bestimmt, wie die Rechte ausgestaltet sind.

Stiftung, Trust und Holding: Wer hält und wer handelt?

Stiftung

Vermögen halten
Stiftung
Verwalten und entscheiden
Administration
Familienrechte
Nach den Stiftungsregeln
Nachfolge regeln
Zweck und künftige Begünstigung

Trust

Vermögen halten
Trustee nach den Trustregeln
Verwalten und entscheiden
Trustee nach den Trustregeln
Familienrechte
Nach den Trustregeln
Nachfolge regeln
Verwaltungsaufgaben und Begünstigtenrechte

Holdinggesellschaft

Vermögen halten
Gesellschaft
Verwalten und entscheiden
Zuständige Gesellschaftsorgane
Familienrechte
Beteiligung und Gesellschaftsregeln
Nachfolge regeln
Übergang der Holdinganteile

Vermögen halten

Stiftung
Stiftung
Trust
Trustee nach den Trustregeln
Holding
Gesellschaft

Verwalten und entscheiden

Stiftung
Administration
Trust
Trustee nach den Trustregeln
Holding
Zuständige Gesellschaftsorgane

Familienrechte

Stiftung
Nach den Stiftungsregeln
Trust
Nach den Trustregeln
Holding
Beteiligung und Gesellschaftsregeln

Nachfolge regeln

Stiftung
Zweck und künftige Begünstigung
Trust
Verwaltungsaufgaben und Begünstigtenrechte
Holding
Übergang der Holdinganteile
Die konkrete Urkunde und wirksame Rechte bestimmen die Ausgestaltung. Gewünschte Mitsprache, Familienleistungen und Steuerfolgen werden gemeinsam verglichen.

Quellen: 1 · 2

Wie viel Einfluss möchten Sie behalten?

„Ich möchte die Kontrolle behalten“ kann vieles bedeuten. Vielleicht möchten Sie die Geschäftsführung auswählen, einen Unternehmensverkauf verhindern oder eine bestimmte Auszahlung verlangen können. Vielleicht möchten Sie lediglich Empfehlungen an die Verwaltung geben. Diese Wünsche lassen sich besser besprechen, wenn die einzelnen Befugnisse benannt werden.

Beim Trust erlaubt das maltesische Recht bestimmte Reserved Powers, also vorbehaltene Befugnisse. Diese werden sowohl nach maltesischem Zivilrecht als auch nach den steuerlichen Regeln des Wohnsitzstaats eingeordnet. Bei einem „Protector“ ergeben sich die Befugnisse aus Urkunde und Recht; die Rollenbezeichnung allein ist kein Eigentumsrecht. So kann die gewünschte Mitsprache konkret festgelegt werden.

Für eine Stiftung wird ebenso festgelegt, welche Rechte nach der Übertragung bleiben. Je stärker Sie Vermögen langfristig binden möchten, desto wichtiger ist die passende Verteilung von Entscheidungs- und Leistungsrechten. Diese Rechte gestalten die Rolle der Familie und den Umgang mit dem Vermögen.

Was die Familie später erhalten soll

Die Begünstigung ist mehr als eine Liste von Namen. Feste Leistungen, bedarfsabhängige Unterstützung und Entscheidungen im Ermessen der Verwaltung führen zu unterschiedlichen Alltagssituationen. Für die Familie sollte verständlich sein, was sie erwarten oder verlangen kann.

Hypothetische Situation: Ein Familienmitglied beginnt ein Studium, ein anderes arbeitet im Unternehmen. Soll die Struktur beiden denselben Betrag zahlen oder Ausbildung und Mitarbeit unterschiedlich berücksichtigen? Solche Regeln lassen sich vorausschauend besprechen. Die Mittel für feste Leistungen müssen außerdem zu den Erträgen und Investitionsplänen des Unternehmens passen.

Zieht später ein Begünstigter in einen anderen Staat, kann sich seine steuerliche Situation verändern, obwohl die Stiftung oder der Trustee am bisherigen Ort bleibt. Der Wohnsitz der Familie gehört deshalb zur Gestaltung.

Vertraulichkeit und behördliche Meldungen organisieren

Stiftungen und Trusts haben Pflichten gegenüber den zuständigen Stellen. Malta unterscheidet dabei eigene Regime für wirtschaftlich Berechtigte: Foundations unter S.L. 16.18 beim MBR und Trusts unter S.L. 331.10 im MFSA-/TUBOR-System. Die MFSA erläutert den Trustbereich.

Die Trustregeln wurden durch L.N. 252/2026 geändert. Sie können unter anderem Settlor, Trustee, Protector, Begünstigte beziehungsweise deren Klasse und weitere letztlich kontrollierende natürliche Personen erfassen. Für Foundations bleibt das eigene Stiftungsregime maßgeblich.

Vertraulichkeit gegenüber Außenstehenden und Offenlegung gegenüber Behörden werden getrennt organisiert. Die Meldungen nach dem jeweils einschlägigen Regime gehören zur laufenden Verwaltung der Struktur.

Wählen Sie nach dem gewünschten Ergebnis

Eine Holding bündelt Beteiligungen; ihre eigenen Anteile erhalten eine passende Nachfolgeregelung. Eine Stiftung oder ein Trust kann Eigentum und Familienleistungen langfristig nach einem Zweck ordnen. Entscheidungen, Unterlagen und die Begleitung der Leistungen werden dafür einer verantwortlichen Verwaltung zugewiesen.

Der hilfreiche Vergleich fragt also, wer Vermögen besitzen, wer entscheiden und wer Leistungen erhalten soll. Danach lassen sich die laufenden Aufgaben und die Steuerfolgen in den beteiligten Staaten gegenüberstellen. Bestehende Pflichtteils-, Gläubiger- und Anfechtungsrechte werden in diesen Vergleich einbezogen.

Bei einer Foundation mit steuerlicher Trustwahl bleibt die zivilrechtliche Stiftungsform bestehen. Wenn Eigentum, Rechte und Steuerregeln jeweils passend eingeordnet werden, lässt sich die Variante wählen, die Ihrem Nachfolgeziel dient.

Welches Nachfolgeziel möchten Sie erreichen?

Möchten Sie Ihre Beteiligungen weiter selbst steuern oder Eigentum und Familienleistungen langfristig ordnen? Besprechen wir Ihr Nachfolgeziel und die gewünschte Mitsprache. Damit lässt sich eine Stiftung, ein Trust oder eine Holding in Ihrem Malta-Vorhaben konkret vergleichen. Ihre Gestaltung mit DW&P besprechen.

Dieses Dokument ersetzt keine individuelle Steuerberatung.

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